EXPO REAL 2017

Liebe Freunde und Geschäftspartner,

die EXPO REAL 2017 ist vorbei – drei Tage und zwei Nächte voller Trubel liegen hinter uns, reich an Diskussionen und neuen Kontakten. Fazit: Die wunden Füße haben sich gelohnt.
Ich habe in keinem Jahr zuvor so viele gute und vielversprechende Gespräche geführt wie in diesem. Lag das an dem neuen Besucherrekord? Mit rund 41.500 Besuchern war die EXPO Real immerhin so gut besucht wie noch nie. Oder lag es daran, dass bei schwindenden Renditen der Kostendruck steigt und digitale Prozesse ebendiese reduzieren können? Oder lag es vor allem daran, dass das Thema Digitalisierung endlich in den Köpfen der Führungsriege angekommen ist und die Branche nach Umsetzungslösungen schreit, die ihre Prozesse und Strukturen vereinfachen?

Wahrscheinlich von allem ein bisschen. In jedem Fall gehörte erneut die Digitalisierung zu den beherrschenden Themen dieser EXPO - neben dem Mangel an Core - oder Core plus-Immobilien, den Auswirkungen des Brexits auf Deutschland oder der langwierigen und schwierigen Suche nach Fachkräften.

Doch was war wirklich neu? Klar, die Vielzahl an PropTechs. Zum ersten Mal hatte das „Real Estate Innovation Network“ – kurz REIN – einen Messestand auf der EXPO, um PropTechs und alteingesessene Immobilienunternehmen zusammenzuführen. Ausgewählte Jungunternehmen konnten hier ihre Ideen und Lösungen präsentieren und sich mit der Branche vernetzen. Auf dem REIN-Stand traf man dann auch Allthings an, die ich bereits in meinem letzten Blogbeitrag mit ihrer Plattform zur Vernetzung von Mietern, Immobilienverwaltern und Eigentümern lobend erwähnte. Aber auch Unternehmen wie 21st real estate, die den Ankaufsprozess digitalisieren, finde ich sehr spannend. Mit WeWork war hier zudem eines der am besten bewerteten Start-ups der Welt zu Gast. WeWork ist geschätzte 20 Mrd. US-Dollar wert.

Dass alteingesessene Unternehmen durchaus Interesse an einer Kooperation mit den „jungen Wilden“ haben, zeigt das Beispiel Union Investment. Die Fondsgesellschaft ist Mitgesellschafter des Berliner PropTechs Architrave geworden. Architrave ist darauf spezialisiert, Daten von Gebäuden digital zu erfassen und in einem Datenraum zu speichern, um sie nachfolgenden Eigentümern zur Verfügung stellen zu können.
Und sonst? ZIA und EY Real Estate stellten ihre zweite Digitalisierungsstudie „Smart, Smarter, Real Estate" vor. Danach betrachten 90 Prozent der befragten Immobilienfachleute Digitalisierung als relevantes Thema, 77 Prozent entwickeln bereits konkrete Projekte – immerhin. Allerdings klagen 72 Prozent der Befragten über mangelhafte personelle Ressourcen, 65 Prozent sehen Struktur und Qualität der vorhandenen Daten als verbesserungsbedürftig an und 58 Prozent bemängeln eine veraltete Software. Wie schön, dass wir für die meisten dieser Probleme eine Lösung parat haben …
Ich sortiere und digitalisiere jetzt meine während der EXPO REAL eingesammelten Visitenkarten ... Zum Glück, gibt es auch dafür schon eine digitale Lösung. Übrigens: Nach der EXPO ist kurz vor Weihnachten – packen wir das letzte Quartal am Schopf. Viel Erfolg.

   

Ihr Dirk Schumacher